Fischsterben verhindern: Die Rolle von Sauerstoff und Faulgasen

Ein Teich ohne Fische ist für viele Gartenbesitzer wie ein Garten ohne Blumen. Ob farbenprächtige Kois, flinke Goldfische oder heimische Arten wie Moderlieschen – die Tiere sind das Herzstück eines jeden Biotops. Doch dieses Idyll ist fragil. Eines der erschreckendsten Erlebnisse für jeden Teichbesitzer ist es, morgens an den Teich zu treten und lelose Tiere an der Oberfläche treiben zu sehen.

Wenn Fische sterben, ist dies fast immer das Resultat eines schleichenden Prozesses, der unter der Wasseroberfläche außer Kontrolle geraten ist. Die Hauptdarsteller in diesem Drama? Sauerstoffmangel und Faulgase. In diesem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie, wie diese Faktoren zusammenhängen, wie Sie die Warnsignale deuten und warum eine professionelle Teichreinigung die einzige langfristige Lebensversicherung für Ihre Fische ist. Wir von TE-Teichservice stehen Ihnen dabei in Braunschweig, Wolfenbüttel, Peine, Gifhorn und deutschlandweit mit an zur Seite, wenn es um die Rettung Ihres Ökosystems geht.


1. Die wissenschaftliche Basis: Sauerstoff – Das Lebenselixier im Wasser

Um Fischsterben im Teich verhindern zu können, müssen wir die Physik und Chemie des Wassers verstehen. Sauerstoff (O2) ist im Wasser nicht unbegrenzt verfügbar. Während wir an Land etwa 21 % Sauerstoff in der Luft haben, ist die Konzentration im Wasser deutlich geringer und wird in Milligramm pro Liter (mg/l) gemessen.

Photosynthese vs. Respiration

Tagsüber produzieren Wasserpflanzen und Algen durch Photosynthese Sauerstoff. Unter Sonnenlichteinstrahlung wandeln sie CO2 und Wasser in Glukose und Sauerstoff um. Doch nachts dreht sich dieser Prozess um: Die Pflanzen betreiben Respiration (Atmung). Sie verbrauchen Sauerstoff und geben CO2 ab. In einem überbesetzten oder stark veralgten Teich kann dies in den frühen Morgenstunden zu einem kritischen Sauerstofftief führen.

Die Temperaturfalle

Ein physikalisches Gesetz besagt: Je wärmer das Wasser, desto weniger Gase kann es binden. Während Wasser bei 4°C noch etwa 12-13 mg/l Sauerstoff speichern kann, sinkt dieser Wert bei 25°C auf unter 8 mg/l. Wenn nun zusätzliche Zehrer (wie Fäulnisprozesse im Schlamm) hinzukommen, reicht der Restsauerstoff für anspruchsvolle Fische wie Kois oder Störe oft nicht mehr aus.


2. Der unsichtbare Feind: Faulgase und anaerobe Prozesse

Während Sauerstoffmangel die Fische ersticken lässt, wirken Faulgase wie ein schleichendes Gift. Diese Gase entstehen nicht einfach so – sie sind das Endprodukt einer vernachlässigten Teichhygiene, insbesondere einer zu dicken Schlammschicht.

Schwefelwasserstoff – Die Gefahr aus der Tiefe

Wenn organisches Material (Laub, Fischkot, abgestorbene Pflanzen) auf den Teichgrund sinkt, bilden sich Sedimentschichten. In den unteren Schichten dieses Schlamms herrscht absoluter Sauerstoffmangel. Hier übernehmen anaerobe Bakterien die Arbeit. Das Resultat dieser anaeroben Zersetzungsprozesse ist Schwefelwasserstoff.

Dieses Gas ist hochgradig toxisch. Es blockiert den Sauerstofftransport im Blut der Fische. Oft bemerken Besitzer ein Problem erst, wenn sie den Schlamm aufwühlen (z. B. beim Einsetzen neuer Pflanzen) und ein stechender Geruch nach faulen Eiern aufsteigt. In diesem Moment werden große Mengen des Giftes schlagartig freigesetzt – ein klassischer Auslöser für plötzliches Fischsterben.

Methan und Ammoniak

Neben H2S entsteht auch Methan, das zwar für Fische weniger giftig ist, aber den wertvollen Sauerstoff aus dem Wasser verdrängt, wenn es in Blasen aufsteigt. Noch gefährlicher ist Ammoniak (NH³). In einem biologisch instabilen Teich mit hohem pH-Wert wandelt sich ungiftiges Ammonium in tödliches Ammoniak um. Ein Teufelskreis, der oft in der kompletten Vernichtung des Fischbestands endet.


3. Symptom-Check: Wie erkenne ich Sauerstoffmangel frühzeitig?

Fische können nicht schreien, aber ihr Verhalten spricht Bände. Wenn Sie die folgenden Anzeichen beobachten, herrscht Alarmstufe Rot:

  • Japsen an der Oberfläche: Die Fische stehen direkt unter der Wasseroberfläche und „schnappen“ nach Luft. Oft sammeln sie sich an Stellen mit Bewegung, wie dem Bachlauf oder dem Filterauslauf.
  • Apathie: Die Fische reagieren nicht mehr auf Futter oder Bewegungen am Ufer. Sie wirken „benommen“.
  • Hektische Kiemenbewegungen: Eine beschleunigte Atmung ist ein Zeichen für akuten Stress.
  • Die Farbe der Kiemen: Bei einer Vergiftung durch Faulgase oder Ammoniak verfärben sich die Kiemen von gesundem Hellrot zu einem blassen Rosa oder dunklen Braun.
  • Fische springen: In Verzweiflung versuchen einige Arten, dem „schlechten“ Wasser durch Sprünge zu entkommen.

4. Gefahrenzone Sommer: Wenn die Hitze zum Killer wird

In den heißen Sommermonaten im Raum Braunschweig erleben wir oft extreme Wetterlagen. Hohe Temperaturen gepaart mit plötzlichen Gewittern sind eine enorme Belastung für jeden Naturteich.

Die Algen-Falle

Im Sommer wachsen Algen bei viel Sonnenschein rasant. Stirbt eine Algenblüte plötzlich ab (z. B. durch einen Wetterumschwung oder den Einsatz von Algenmitteln), sinkt diese enorme Biomasse auf den Grund. Die Bakterien, die diese Masse nun zersetzen, verbrauchen dabei fast den gesamten verfügbaren Sauerstoff innerhalb weniger Stunden. Dies nennt man Sauerstoffzehrung.

Luftdruck und Gewitter

Ein fallender Luftdruck vor einem Gewitter verringert die Löslichkeit von Sauerstoff im Wasser zusätzlich. Wenn dann noch warmer Regen organische Stoffe vom Ufer in den Teich spült, kann das System „kippen“. Wir von TE-Teichservice erhalten in diesen Wochen die meisten Notrufe aus Wolfenbüttel, Peine und Salzgitter.


5. Gefahrenzone Winter: Das stille Sterben unter dem Eis

Viele Teichbesitzer glauben, im Winter ruhe der Teich und es gäbe keine Probleme. Das Gegenteil ist der Fall.

Die Eisdecke als Barriere

Wenn der Teich zufriert, wird der lebenswichtige Gasaustausch an der Wasseroberfläche unterbrochen. Sauerstoff kann nicht mehr hinein, Faulgase können nicht mehr heraus. Wenn nun am Teichgrund eine dicke Schlammschicht liegt, die weiterhin (wenn auch langsamer) fault, sammeln sich die Giftstoffe unter dem Eis an.

Die Gefahr des Aufhackens

Ein fataler Fehler: Das Eis mit einer Axt oder einem Hammer aufzuhacken. Die dadurch entstehenden Schallwellen können die Schwimmblasen der ruhenden Fische verletzen oder sie aus der Winterstarre reißen, was ihren sicheren Tod bedeutet. Ein Eisfreihalter oder eine sanfte Erwärmung sind hier die einzigen Lösungen.


6. Soforthilfe: Was tun, wenn die Fische japsen?

Wenn Sie akuten Sauerstoffmangel bemerken, zählt jede Minute. Hier sind die effektivsten Sofortmaßnahmen:

1. Teichbelüfter installieren

Ein leistungsstarker Luftsprudler* ist die wichtigste Investition. Er bricht die Oberflächenspannung und sorgt für einen aktiven Gasaustausch.

  • Empfehlung: Achten Sie auf Modelle mit mehreren Ausströmersteinen, um den Sauerstoff großflächig zu verteilen.

2. Oxydatoren einsetzen

Ein Oxydator* setzt durch eine chemische Reaktion (Wasserstoffperoxid und ein Katalysator) reinen Sauerstoff frei. Das Besondere: Die Bläschen sind so fein, dass sie sich hervorragend im Wasser lösen, ohne die Fische durch starke Strömung zu stressen.

3. Teilwasserwechsel (mit Vorsicht)

Frisches Wasser bringt Sauerstoff und verdünnt Giftstoffe. Aber Vorsicht: Im Sommer darf das Wasser nicht zu kalt sein (Schockgefahr), und im Winter darf die 4°C-Schicht am Boden nicht zerstört werden.

4. Wassertests nutzen

Verlassen Sie sich nicht auf Ihr Auge. Ein präziser Wassertest* für den O²-Gehalt und das Redoxpotential gibt Ihnen Gewissheit.


7. Die nachhaltige Lösung: Warum nur Reinigung wirklich hilft

Alle oben genannten Maßnahmen sind „Pflaster“ auf eine offene Wunde. Die wahre Ursache für Sauerstoffmangel und Faulgase ist fast immer der Teichschlamm. Solange diese Nährstoff- und Giftquelle am Boden liegt, wird das Problem immer wiederkehren.

Warum herkömmliche Schlammsauger scheitern

Viele Teichbesitzer versuchen, ihren Naturteich mit Geräten aus dem Baumarkt zu reinigen. Bei einer Schlammschicht von 30, 40 oder 50 cm geben diese Sauger jedoch schnell auf. Sie verstopfen bei jedem Blatt und haben nicht die Kraft, die giftigen Gase sicher abzuführen.

Die Überlegenheit der Mast ATP20R

Wir bei TE-Teichservice setzen auf Hochleistungstechnik. Unsere Mast ATP20R ist keine gewöhnliche Pumpe – sie ist eine hocheffiziente Einheit, die ursprünglich für die Feuerwehr entwickelt wurde.

  • Leistung: 2.500 Liter pro Minute fördern den Schlamm schneller ab, als er neue Gase freisetzen kann.
  • Baggerfrei: Wir zerstören Ihre Gartenidylle nicht. Keine schweren Kettenfahrzeuge, keine tiefen Furchen im Rasen.
  • Deutschlandweit mit an: Während wir im Raum Braunschweig täglich Privatkunden betreuen, sind wir für größere Projekte und komplexe Naturteich-Rettungen deutschlandweit im Einsatz.

8. Prävention: 5 goldene Regeln für die Fischgesundheit

Damit es erst gar nicht zum Notfall kommt, sollten Sie diese Regeln befolgen:

  1. Schlamm-Check: Kontrollieren Sie mindestens zweimal im Jahr (Frühjahr und Herbst) die Dicke der Sedimentschicht. Mehr als 5-10 cm sind bereits kritisch.
  2. Besatzdichte optimieren: Zu viele Fische produzieren zu viel Abfall. Faustregel: 1 kg Fisch auf 1.000 Liter Wasser (bei Koi deutlich mehr Volumen einplanen).
  3. Sauerstoffpflanzen fördern: Hornkraut oder Wasserpest sind hervorragende Sauerstoffspender, solange sie nicht den ganzen Teich überwuchern.
  4. Richtig füttern: Nur so viel füttern, wie die Fische in wenigen Minuten fressen. Ungefressenes Futter ist der Hauptgrund für Nährstoffeintrag und Schlammbildung.
  5. Regelmäßige Profi-Reinigung: Planen Sie alle 2-3 Jahre eine professionelle Entschlammung ein, um das System „auf Null“ zu setzen.

9. Fallstudie: Eine Teichrettung in Gifhorn

Letzten Sommer erhielten wir einen Anruf aus Gifhorn. Ein wunderschöner, 20 Jahre alter Naturteich drohte zu kippen. Die prachtvollen Goldfische hingen nur noch an der Oberfläche. Unsere Analyse vor Ort ergab eine Schlammschicht von fast 70 cm, die massiv Schwefelwasserstoff freisetzte.

Innerhalb eines Vormittags haben wir mit der Mast ATP20R über 40 Kubikmeter Faulschlamm entfernt – ohne das Wasser komplett abzulassen. Bereits am nächsten Tag waren die Tiere wieder aktiv am Grund auf Nahrungssuche. Ein voller Erfolg, der zeigt: Handeln lohnt sich!


10. Fazit: Überlassen Sie das Überleben Ihrer Fische nicht dem Zufall

Fischsterben im Teich verhindern ist kein Glücksspiel, sondern angewandte Biologie. Sauerstoffmangel und Faulgase sind die größten Feinde Ihrer Unterwasserwelt, aber sie sind besiegbar. Durch die Kombination aus hochwertigem Zubehör für den Alltag und einer professionellen Tiefenreinigung schaffen Sie ein stabiles Ökosystem, das Jahrzehnte überdauert.

Egal ob Sie in Braunschweig, Wolfenbüttel, Peine oder am anderen Ende Deutschlands wohnen: Wenn Ihr Teich Hilfe braucht, sind wir für Sie da. Mit unserer Erfahrung und modernster Technik retten wir Ihr Biotop – diskret, effizient und nachhaltig.

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Empfohlene Produkte für Ihre Fischrettung

Damit Sie sofort reagieren können, haben wir hier eine Auswahl an essenziellen Produkten zusammengestellt. Diese sollten in keinem Haushalt eines Teichbesitzers fehlen:

  1. Profi-Teichbelüfter-Sets: Leistungsstarke Kompressoren inklusive wetterfestem Gehäuse und Ausströmersteinen.
  2. Oxydatoren für den Teichgrund: Die lautlose Lösung für Sauerstoff direkt dort, wo die Faulgase entstehen.
  3. Digitales Sauerstoffmessgerät: Für alle, die es genau wissen wollen. Messen Sie den O2-Gehalt sekundenschnell.
  4. Eisfreihalter mit Heizfunktion: Damit Ihre Fische auch bei -15°C in Braunschweig sicher atmen können.
  5. Hochwertige Wassertest-Koffer: Zur Überprüfung von Ammonium, Ammoniak, Nitrit und dem pH-Wert.
  6. Teichschlamm-Bakterien: Als Unterstützung nach einer Reinigung, um die Biologie wieder anzukurbeln.

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